Der ehemalige „Hitler von Köln“ zu Gast am Luggy

Am 19. Februar 2025 steht Deutschland kurz vor der Bundestagswahl. Damit einher gehen Hetze u. a. gegen Asylbewerber, eine ernstzunehmende Gefahr durch rechte Politik sowie antisemitische Vorfälle, viele Meinungen und noch viel mehr Unsicherheit. Als Erwachsener stellt man sich hier durchaus die Frage, wie man die Jugend von heute durch diese Unsicherheit führen kann, damit diese eine eigenständige politische Kompetenz erlangen. Gleichzeitig beteiligen sich Menschen rege an Demonstrationen für Demokratie und Freiheit, wobei das keine alleinige Lösung sein kann.

Aus diesen Gründen hat das P-Seminar Contra Antisemitismus des Ludwigsgymnasiums Straubing sich um einen Referenten bemüht, der über Demokratie und Freiheit aufklären kann. Erfolgreich waren sie, denn sie haben es geschafft, den namhaften Axel Reitz, der einst von den Medien zum „Hitler von Köln“ ernannt wurde zu gewinnen. Dieser hat auf Augenhöhe mit den Schülerinnen und Schülern der 9. – 12. Jahrgangsstufe (G9) von seinen eigenen Erlebnissen in der Neonzi-Szene berichtet:

Mit 13 Jahren schlich er sich von zuhause weg, um sich ein Bild von der NPD auf einem Parteiabend zu machen – ein Protest gegen ungerecht empfundene Maßnahmen in der Schule und zuhause. Nach und nach fand er Halt innerhalb dieser Partei, in der er aufstieg, wobei er immer extremer und rechtsradikaler wurde. Er selbst bezeichnet sich heute als ehemals überzeugter Nazi, der ständig mit einem furchtbaren Hassgefühl lebte. Axel Reitz war kein einfacher Mitläufer, nein, er war Wegbereiter und stieg zu einem Anführer, einem Wegbereiter auf.

Nach 15 Jahren als überzeugter Neonazi, der Deutschland wieder zu etwas Großem machen wollte, fing er an, an der NPD und ihren Parolen zu zweifeln. Innerhalb der Partei hätte es viele Machtkämpfe gegeben, kurz: Die Führungsrolle wollten viele übernehmen. Es gab viele Intrigen, Unstimmigkeiten und das wachsende Gefühl, dass der rechtsradikale Weg nicht der richtige sein könne.

All das führte schließlich zu einem Burnout. Im Gefängnis konnte er über vieles nachdenken, hatte er doch auch verpasst, seinen Realschulabschluss oder gar eine Berufsausbildung zu machen. Es gelang ihm, sich von den radikalen und extremen Überzeugungen und Strukturen zu lösen, wobei er Hilfe von staatlicher Seite bekam. Er hat schließlich seinen Weg gefunden. Er sei ein unangenehmer Zeitgenosse gewesen, der Hass geschürt hätte, niemals jedoch selbst gewalttätig gewesen wäre.

Heute möchte er gut machen, was er damals vielen Mitmenschen angetan hätte. Deswegen klärt er unterstützt durch die Friedrich-Naumann-Stiftung München u.a. Jugendliche in Schulen auf, indem er authentisch von seinem Leben erzählt, sich Zeit für Fragen nimmt und vor Extremismus warnt. Jeder könne zu jeder Zeit aufgrund von Misserfolg oder Zurückweisung radikalisiert werden. Die besten Waffen seien hier familiärer Rückhalt und Aufklärung.

Axel Reitz hat uns fasziniert, weil er es geschafft hat, eine 180° Drehung zu vollziehen. Vom „Hitler von Köln“ sei er über Nacht zum „Judas von Köln“ geworden. Leidenschaftlich verfolgt er das Ziel der Aufklärung. Jeder entscheidet sich einmal falsch, aber denn läge es zumindest in der Verantwortung, für seine Fehler einzustehen.

Trotzdem: Die beste Waffe gegen Extremismus sei nach wie vor Aufklärung, Wissen sowie Medienkompetenz. Von Plattformen wie Tiktok gehe eine massive Gefahr aus, denn viele Jugendliche werden täglich mit massenhaften, ungefilterten und manipulierenden Posts bombardiert, die sie schließlich als Wahrheit werten. Auch politischer Wahlkampf durch extreme Parteien sei hier anzumerken. Heute kann Axel Reitz von sich selbst behaupten, glücklich zu sein, ein schönes Leben zu haben und v. a. die Demokratie zu lieben.

Die Luggy-Familie, die gebannt an seinen Lippen hing, bedankt sich herzlich für seine Aufklärungsarbeit und sein Engagement! Lob kam auch seitens der Israelitischen Kultusgemeinde, deren Vorsitzende eingeladen war. Lieber Axel Reitz, gerne empfangen wir dich wieder! Wir bleiben in Kontakt.

Besuch des Jugendoffiziers der Bundeswehr

Am 20. Februar 2025 empfing das Ludwigsgymnasium Straubing einen besonderen Gast: Jugendoffizier Schedlbauer von der Bundeswehr. Im Rahmen eines informativen Vortrags sprach er vor den 12. Klassen über die Aufgaben und den Beitrag der Bundeswehr sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Weiterlesen

Luggy in a box

Dem P-Seminar Luggy in a box – Lernspiele im Fremdsprachenunterricht bot sich die einmalige Gelegenheit, die historische Stadt Ulm auf einer Studienfahrt zu erkunden.

Die Herausforderung, das gotische Ulmer Münster, das höchste Kirchengebäude der Welt, zu besteigen, wurde von vielen Schülern angenommen. Die atemberaubende Aussicht von oben war nur ein Highlight einer informativen Stadtführung, die den Schülern die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten Ulms näherbrachte. Weiterlesen

Experimente frisch aus dem Chemielabor…

In der Klasse 10b zum Thema Protonenübergänge wurden die unterschiedlichen Eigenschaften saurer und basischer Lösungen im Luminolversuch veranschaulicht. Nur durch Zugabe einer basischen Lösung läuft die Reaktion ab. Weiterlesen

Deutsch-französischer Tag am Ludwigsgymnasium

1963 wurde der deutsch-französische Freundschaftsvertrag (Elysée-Vertrag) unterzeichnet. Am 22. Januar findet deshalb jedes Jahr der deutsch-französische Tag (Journée franco-allemande) statt, um an diese wichtige Etappe der deutsch-französischen Freundschaft zu erinnern. Auch am Ludwigsgymnasium wurde dieser besondere Tag mit verschiedenen Aktionen gewürdigt und auch die Mensa bot an diesem Tag französische Gerichte an. Weiterlesen

Zeit für uns – Tage der Orientierung

Ein bisschen schlich sich bei der Anreise schon das Gefühl ein, das Ende der Welt anzusteuern, als sich die diesjährigen 11. Klassen zusammen  mit ihren Lehrkräften Frau Brandhuber, Herrn Feldmann und Frau Vogel aufmachten, um drei Tage lang sich selbst und ihre Klassengemeinschaft besser kennenlernen zu können, Zeit füreinander zu haben und sich mit Themen auseinanderzusetzen, die oftmals im schulischen Kontext zu kurz kommen. Weiterlesen

Die kleine Meerjungfrau: Ein bezaubernder Theaterbesuch

„Aber die Seele, die ewige Seele, kann ich dir nicht geben.“ Dieses Zitat aus Hans Christian Andersens klassischer Märchenwelt begleitete die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 des Ludwigsgymnasiums Straubing auf ihrem jüngsten Theaterbesuch. Zusammen mit ihren Lehrkräften erlebten die jungen Zuschauer eine beeindruckende Inszenierung der „Kleinen Meerjungfrau“, die alle in die zauberhafte Unterwasserwelt eintauchen ließ. Weiterlesen

Lesen im Wettkampf verbindet

Jeder kennt es. Manchmal fühlt man sich einfach zu unmotiviert dazu, ein Buch in die Hand zu nehmen und würde viel lieber am Handy Brawlstars spielen. Dabei vergisst man, dass Lesen viel mehr ist, als nur Buchstaben anzustarren. Denn durch Lesen entstehen Welten im Kopf, durch Lesen lernt man neue Menschen kennen, Lesen verbindet. Weiterlesen

Chemie Schülerexperimente: Kristalle

„Um die Kristalle zu züchten, haben wir das Salz Kaliumaluminiumsulfat in Wasser gelöst und dieses Gemisch auf einer Heizplatte erhitzt. Der Lösung fügten wir nach Belieben Lebensmittelfarbe hinzu. Währenddessen haben wir die Muscheln mit verschiedenen Nagellackfarben angemalt Weiterlesen

Chemie-Schülerexperiment: Leuchtsterne

„In der letzten Übungsstunde war unser Ziel, Leuchtsterne selbst herzustellen. Dafür brauchten wir ein Becherglas, einen Glasstab zum Umrühren, Silikonformen, 5 g Styropor, 12 ml Essigsäureethylester und das gewünschte Farbpulver. Zuerst gaben wir das Lösungsmittel in ein Becherglas, daraufhin Weiterlesen